Die Eingewöhnung

Schon langsam gewöhne ich mich hier ein. Etwas Probleme habe ich noch mit der Zeit. Bin eigentlich immer gut ausgeruht, obwohl ich derzeit nur 5 Stunden schlafe. Irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr morgens wache ich auf und kann nicht mehr schlafen. Ob das wirklich Jetlag ist kann ich nicht sagen, denn zu dieser Zeit ist es in Washington ja Mittag und in Österreich Abend, also auch keine Aufwachzeit. Normale Aufstehzeit wäre es für meinen Körper mit 7 bis 8 Uhr auf Hawaii oder Alaska, aber was hab ich damit zu tun? Jedenfalls schreibe ich heute zu dieser frühen Stunde meinen Blog. Ich sitze auf meiner kleinen Terrasse mit Blick aufs Meer und tippe. Wetter? Naja. Es regnete gestern kaum noch und heute ist es vorläufig mal trocken aber der Himmel ist wolkenverhangen. Von der Südsee hab ich mir mehr erwartet. Ich war schockiert als ich erfahren habe, dass die Regenzeit noch nicht einmal begonnen hat. Das wird leiwand werden.

Nach den kleinen mit dem Reisen verbundenen Startschwierigkeiten beginnt es mir hier mehr und mehr zu gefallen. Ich habe mir das Auto meines Vorgängers gekauft. Ein umweltfreundlicher blitzblauer Toyota Prius. Sehr sauber und gepflegt. Einziger Nachteil: Das Lenkrad ist auf der rechten Seite und konsistenterweise wurden auch die Schalter für Blinker und Scheibenwischer spiegelverkehrt eingebaut. Meistens biege ich mit eingeschalteten Scheibenwischern ab. Ich hoffe die anderen Verkehrsteilnehmer wissen das halbwegs korrekt zu interpretieren. Wenn schon falsch dann richtig, also fahre ich auch wie alle anderen auf der linken Fahrbahnseite.

Häuschen oder Wohnung habe ich noch keines. Der UNO Sicherheitsbeamte hatte mir das aber aus Kostengründen empfohlen. Für das Geld im Hotel bekommt man hier schon ein schickes Häuschen mit Wachpersonal, Griller, zwei Schlafzimmern, Pool, … Ja, ich war gestern in Suva im UNO-Gebäude wieder einmal bei einer Sicherheitsberatung. Nachdem UNO Personal bereits vorgestern im Haus meines Chefs für die PartnerInnen der Expats eine Sicherheitsveranstaltung mit Brötchen, Kaffee und Kuchen abgehalten hat. Hauptsächlich Hausfrauen, die konnten sehr interessante und spannende Geschichten erzählen. Werde vielleicht an anderer Stelle davon berichten.

Gestern war ich in der Früh das erste Mal joggen. Das Wetter hat halbwegs durchgehalten. Hier gibt es eine tolle 5 km lange Promenade dem Meer entlang. Zwei Fotos habe ich für euch geschossen. (Für euch ist mir meine erzielte Laufzeit nicht so wichtig. Da bleibe ich gern mal stehen.)20181019_070537Das zweite Bild soll davor warnen nachts joggen zu gehen. Da kann man sich ordentlich verknöcheln.

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Gestern war ich das erste Mal aus. Ist ja gleich alles bei mir ums Eck: Meer, UNO, down town … nur zur Arbeit fahre ich 10 Minuten. Das heißt: Abendessen endlich mal nicht im Hotel. Ich war beim Inder. Ich mag indisch. … und es hat sehr gut geschmeckt. Chicken Masalla. Dann ab in eine der Bars in der Nähe. Fast überall lateinamerikanische Musik. Das mag ich schon mal. Nix schickimicki sondern down-to-the-earth, viele Einheimische, gemischtaltriges Publikum, super. Es gibt 2 Biermarken auf Fidschi: Fiji und Vonu. Von Ersterem gibt es zwei Sorten Fiji bitter (eher ein Pils) und Fiji Gold (eher Lagertyp). Mein Favorit ist klar Fiji bitter. Eines können die Fidschianer: Hübsche Getränkeverpackungen herstellen. Fängt schon beim Bier an. Hier die Fotos.

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Und setzt sich beim Wasser fort.

20181020_063352Neben der Wohnungssuche steht auch eine Fahrt zum Supermarkt an. Darauf bin ich schon gespannt. Ich liebe Supermärkte im fernen Ausland. Ich mag es wenn es andere Produkte zu entdecken gibt. Bin aber dann oft enttäuscht wenn ich feststellen muss, dass sich diese Märkte immer mehr angeleichen. Trotzdem ist es oft sehr interessant (in Washington DC gab es sogar Wein in Dosen). Später werde ich heute auch meine Drohne, die ich mir in Washington gekauft habe, testfliegen (im Hotelzimmer dort gelang mir das schon) um euch in Zukunft mit (noch) besseren Fotos und Videos versorgen zu können.

So, nun ist es mittlerweile fast 7 Uhr morgens geworden und werde am Frühstücksbuffet wahrscheinlich der Erste sein, der am Wochenende um diese Zeit dort ist. Das Buffet ist großartig. Es gibt alles: super Eierspeise und gebratenen Speck, tropisches und heimisches frisches Obst, Cerealien, Yoghurt, Croissants, …. Da es bei meiner Arbeit in der Nähe nichts zu essen gibt, schlage ich mir zum Frühstück immer den Bauch voll. Das hält dann bis zum Abend. Mahlzeit.

 

 

 

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