Die österreichische Flagge auf Nauru

oder wo die Flugzeuge über die Straße rollen

Suva, Dienstag 15. Mai 2019, 21:30 Uhr

Ich muss mich entschuldigen dafür, dass ich euch so lange auf den nächsten Beitrag warten habe lassen. Ich bin schon seit ein paar Tagen zurück aus Nauru aber ich muss gestehen, dass ich zur Zeit kaum Antrieb habe, den blog mit neuen Beiträgen zu befüllen. Musste nach meiner Rückkehr drei Maschinen voll Wäsche waschen, trocknen und bin noch immer nicht mit dem Bügeln fertig. Auch in der Arbeit ist einiges los, da ich den Bericht für Papua Neuguinea noch nicht fertig habe aber schon an dem von Nauru arbeiten sollte. Aber nun genug gejammert.

Als ich mit meinem Arbeitskollegen von einem Besuch bei einer Firma zurück gekommen bin, hing vor dem 20190509_132712(0)Regierungsgebäude neben der Fahne Naurus noch eine weitere, vom Wind unentfaltete, auf einem Mast. Meinen Kollegen darauf angesprochen, ob Besuch zu erwarten sei, antwortete er, dass er keine Ahnung habe und nicht einmal wisse welche Fahne das sei. Ich merkte scherzhaft an, dass dies die österreichische sein könnte, verwarf aber die Idee schnell wieder, denn dass ein Nauruianer und ein Österreicher bei einem Regierungsgebäude vorbeifahren und deren Flaggen hängen nebeneinander mir zu lustig und zufällig vorkam. Bei 20190509_135847meinem Hotel habe ich später meine irischen Zechbruder wieder getroffen (siehe letzten Blogbeitrag) und er hat mir erzählt, dass der österreichische Botschafter auf Nauru sei und dieser morgen seine Firma besuchen komme. Er meinte ich könne auf einen Kaffee vorbeikommen. Was ich auch tat und tatsächlich mit diesem ein wenig small-talk geführt habe.

Was noch? Ach ja, Preisfischen. Findet laut Plakat im Juni statt. Leider bin ich da schon weg, sonst hätte ich sicherlich mit gemacht und bestimmt den größten Fisch gefangen. Die Bedingungen sind interessant. Beliebig viele Angeln und Leute auf einen Boot aber der Motor darf nicht stärker als 20 PS sein. Kleinere Fische – das ist je nach Gattung unterschiedlich – müssen wieder zurückgesetzt werden. Wusstet ihr eigentlich, dass man zwar Haie aber keine Delfine mit einer Angel oder längeren Leinen fangen kann? Diese sind nämlich zu clever. Die erwachsenen Delphine20190509_203020 lehren ihren Jungen wie man bequem und ungefährlich die Köder von den Haken naschen kann. Entweder wird der ganze Fisch mit einem Ruck heruntergerissen oder nur der Körper abgebissen. Wenn die Delphine satt sind, naschen sie ausschließlich die guten fetthaltigen Fischköder herunter. Der Rest bleibt oben. Wenn die Fischerboote merken, dass Delphine in der Nähe sind, versuchen sie diesen so schnell wie möglich davon zu fahren.

Hier noch ein paar kitschig schöne Schnappschüsse. Der eine Sonnenuntergang stammt von der Bar „Jules on the deck“ (lässt sich leicht auf Google Maps finden) und der andere entstand einfach der Straße entlang. Die einzige asphaltierte Straße rund um die Insel ist generell der Volksmagnet. Hier erlebt 20190510_185045man um 3 Uhr morgens noch Interessantes. Auch das Foto wo gleich neben der Straße unkompliziert eine Aufklärungskampagne der 20190511_181650Regierung für die anstehende Wahl stattfand möchte ich euch nicht vorenthalten.

Und ein Grund weshalb man Nauru mögen muss ist seine Unkompliziertheit. Die Flugzeuglandebahn ist mit einem Zaun umringt, den man bequem übersteigen kann. Entlang20190508_185853 des Rollfeldes führt eine Straße wobei sich das Flughafengebäude samt Flugzeugparkplatz auf der anderen Seite befindet. Deshalb wir immer wenn ein Flugzeug landet oder abfliegt die Straße mit einem kleinen Gatter geschlossen und das Flugzeug quert dann sicher die Straße. Keine Sorge, die Straße wird nicht oft blockiert da nur wenig Flugzeugverkehr herrscht.

Montag um drei Uhr früh war es dann auch für mich20190513_024048 so weit das Land zu verlassen. Beim check-in wurde mir erzählt, dass ich heut in der Business Class gemeinsam mit dem Präsidenten von Nauru und seiner Gattin fliege (bei einer Bevölkerung von etwas über 10.000 Personen ist das ungefähr mit dem Bürgermeister von Gramatneusiedel gleichzusetzen). Die beiden saßen 20190513_031137ein Reihe vor mir und ihr müder Leibwächter oder Adjudant neben mir. Am Vormittag war ich dann endlich wieder zurück und durfte mir diesen Tage frei nehmen.

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