Savusavu

Suva, Samstag 12. September 2020, 20:00 Uhr

auf nach Vanua Levu

Da in den USA Montag der 7. September Labor Day war, hatte die gesamte Belegschaft des IWF frei. Auch wir auf den Fidschis. Und oben drauf gab man uns auch noch Freitag frei. Diese lange Wochenende muss man natürlich für ein Abenteuer nutzen und schließlich muss ich euch ja wieder Interessantes berichten, sonst verliere ich euch ja als Publikum.

Da ich gehört habe, dass auf der Nachbarinsel Vanua Levu (der zweitgrößten Insel der Fidschis) vor der Hauptstadt Savusavu eine ortsansässig Schule von Hammerhaien gelegentlich besucht werden kann, habe ich mein Tauchausrüstung geschnappt und mich zum Flughafen begeben. Neben dem Gepäck musst auch ich auf die Waage. Mit einem wirklich sehr kleinen Flugzeug ging es durch die Lüfte. Nach einem angenehmen Flug von 30 Minuten landeten wir in Savusavu. Den Flughafen kann man sich als kleine Bretterbude vorstellen und das Gepäck wird ohne Förderband ausgehändigt. So mag ich es. Das ist ungewöhnlich und eher einem Abenteuer entsprechend.

Von Savusavu hört man öfters und ein fröhliches Fidschilied (siehe Video, oder besser gesagt höre Video) gibt es auch davon. Auch das hat mich gereizt.

Ich stieg in ein Taxi und sagte dem Taxifahrer, dass ich zum Naveria Hights Hotel möchte. Er meinte, das sei gut und schön aber dorthin könne er mich nicht bringen. Auf meine Frage was ihn daran hindere meinte er, dass er dort mit seinem Wagen nicht hinauf könne. Man braucht hierfür einen Wagen mit viel Bodenfreiheit und Allradantrieb. Ich fragte ihn ob es Sinn mache, dass er mich zumindest so nah ran wie möglich bringt und ich den Rest zu Fuß bewältige. Er meinte das sei möglich.

Es war ein sehr kleines, aber gemütlich Hotel mit toller Aussicht. Da ich aber kein Hotelsitzer bin sondern gerne die Gegend erkunde, musste ich zweimal am Tag rauf und runter (Nachts übrigens nur mit Taschenlampe oder Handylicht möglich). Aber das hält fit. Man aber könnte auch das hoteleigene Allradtaxi rufen lassen, was ich aber nicht getan habe.

Es ging dann vom Flughafen durch die „Stadt“ Savusavu und weiter zum Fuße der Hotelauffahrt. Alles in 10 Minuten, sehr überschaubar. Selbst zu Fuß war der Aufstieg eine Herausforderung, obwohl ich recht fit bin. Mich wunderte, dass da ein Allradauto hinaufkommen soll. Ich bin aber später dahinter gekommen, dass es noch einen anderen längeren Weg zum Hotel gibt. Aber auch nur für Allrader, wenngleich ein bisschen (aber wirklich nur ein bisschen) weniger steil. Interessant, dass beim Aufstieg am Wegesrand, wie bei uns die Walderdbeeren, Ananas wachsen.

Savusavu Abendidylle

Vor Einbruch der Dunkelheit stieg ich den Berg hinab um in der Stadt mein Abendessen einzunehmen. Eigentlich ein Urlaubsort für Yachtbesitzer aus Australien und Neuseeland. Zurzeit aber aufgrund der Covid-Krise ziemlich leer. Spannende kleine Geschäfte, eine nette Hafenpromenade, schöner Yachtclub mir Veranda am Meer mit gutem Abendessen. Dann noch in die winzige örtliche „Disko“ (schon wieder ein Wort in Anführungszeichen aber ich glaube ihr wisst was damit gemeint ist. Wer nicht, sehe sich einfach das Foto unten an) auf ein Gute-Nach-Bier (es gibt Fiji-Gold und Fiji-Bitter) beide recht gut (Also von wegen es gibt kein Bier auf Hawaii).

Zum Tauchplatz

Die Tauchschule holt mich am nächsten Morgen vom Fuße des Bergs ab (die kommen also auch nicht rauf, sind aber auch Taucher und keine Bergsteiger). Enttäuschung: Das mit dem Hammerhaien wird nichts. Diese sind außerhalb des Riffgürtels und schon innerhalb des Gürtels sind die Wellen beträchtlich. Das sehe ich ein (das Boot hoppelte tatsächlich von Welle zu Welle). Habe – wie meistens – den Tauchgang nur mit dem Tauchguide durchgeführt. Andere Tauchgäste gab es nämlich nicht. Der Tauchgang war nett aber unspektakulär. Somit habe ich euch keine Bilder eingestellt.

Die Dorfdisko

Tja und der Rest des Tages verlief dann ruhig. Ein kleines Nachmittagsschläfchen und später runter vom Berg und zum Essen und spazieren. Abermals ein Gute-Nacht-Bier in der „Disko“ und wieder war ich der einzige Weiße dort. Also ein kleine Attraktion.

Der Fleischhauer ihres Vertrauens

Den nächsten Tag war das Wetter auch nicht gerade großartig. Ich setzte mich nach dem Frühstück auf den Balkon und arbeitete an meinem Laptop. Der Hunger zu Mittag trieb mich wieder runter vom Berg und danach ging es wieder hinauf. Schläfchen machen, arbeiten und wieder runter zum Abendessen. Kein Gute-Nacht-Bier weil die „Disko“ am Sonntag geschlossen hat. (Die Fidschis oder generell die Länder der Südsee, sind sehr römisch katholisch und besuchen fleißig die Kirche).

Am Montagnachmittag (nachdem ich zuvor natürlich wieder unten in der Stadt zum Mittagessen war) ging es wieder zum winzigen Flughafen, auf die Waage und ins Flugzeug. Naja, hatte schon mal spannendere Abenteuer erlebt aber der Ort und die Menschen sind sehr nett . Zumindest hab ich jetzt das aus den Liedern berühmte Savusavu kennenglernt. Die Hammerhaie müssen halt warten.

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