Im Südpazifik nichts Neues

Suva, Montag 10. Mai 2021, 11:00 Uhr

Habe einige Zeit überlegt, ob und wann ich euch wieder einen Blogeintrag schreiben soll. Es passiert hier zur Zeit recht wenig. Oder besser gesagt nichts was ich Blogfüllend berichten kann.

Der Titel verriet es ja schon. Wenngleich …. er eigentlich falsch ist. Das wesentliche, vieles verändernde Ereignis hier war die Rückkehr des Viruses ziemlich zeitgleich mit meiner Rückkehr. Aber ich bin nicht Schuld, sondern ein von den Golanhöhen heimkehrender UN-Soldat. Dieser infizierte eine Angestellte eines Quarantänehotels und diese wiederum nahm ein paar Tage später an einer Beerdigung teil … und wie das weiter ging, könnt ihr euch sicherlich lebhaft vorstellen. Jedenfalls tauchte das Virus dann schon sehr bald auf der anderen Seite der Insel in einer Textilfabrik in der Hauptstadt Suva auf. In der Folge kam es Beschränkung bei Reisen zwischen den Städten und zur Abriegelung dieser. Über das Wochenende gab es sogar eine 52-stündige Ausgangssperre. Und wenn man hier von einer Ausgangssperre spricht bedeutet das auch eine solche und nicht etwas so etwas löchriges wie in Österreich, wo ein paar gut erfundene Ausreden reichen. Hier darf man nur in medizinischen Notfällen das Haus verlassen. Wer zuwider handelt kommt unter Arrest. Die Gefängniszellen sind bereits voll von liebeshungrigen Männern die Grenzflüsse durchschwammen um zu ihrer Liebsten zu gelangen, Leuten die Betrunken nächtens außer Haus aufgefunden wurden, … Geldstrafen werden hier kaum verhängt, da die Leute kein Geld haben. Hier ein link für diejenige die das mehr interessiert: 22-year-old man arrested for not wearing mask – FBC News

Die Ausgangssperre trifft vor allem die Ärmsten hart. Diese verdienen oftmals nur so wenig, dass das Einkommen des Tages gerad zur Ernährung an diesem Tag reicht. Bettler sind besonders betroffen, da nun die Straßen leer sind und niemand Almosen geben kann. Die Regierung hat während der Ausgangssperre eine Notfallnummer eingerichtet, unter der man um Lebensmittelunterstützung ansuchen kann. Diese brach gleich am ersten Tag unter dem Ansturm von Anrufen zusammen und es wurde ein Ersatzdienst über email eingerichtet.

Fitnessstudios, Restaurants und Bars sind noch einige Zeit lang geschlossen. Tauchen kann man auch nicht gehen, weil die Stadtgrenzen geschlossen sind. Da hätte ich auch zu Hause in Wien bleiben können. Die Supermärkte haben nun wieder geöffnet. Allerdings unter wesentlich strengeren Auflagen. Man muss eine Fiji Care App am Handy installiert haben, die eine Kontaktnachverfolgung erlaubt, Maske tragen (da reichen die normalen, denn man kennt hier keine FFP2 Masken), wird nur Schubweise in den Markt hineingelassen und muss beim Anstellen davor einen Abstand einhalten. Aber das ist für euch schon erprobte Covid-Gegeisselte ja nichts Neues und Aufregendes. Hier ist es das aber schon.

Da ich gleich nach meiner Rückkehr von zuhause aus arbeiten musste, konnte ich nicht mal meine Kollegen begrüßen. Der Tagesablauf meiner Wochenenden unterscheidet sich nun kaum von dem während der Woche. Abgesehen von Fahrten zum Supermarkt und ein wenig laufen mit Maske tut sich nichts und ich kann leider kaum etwas berichten. Somit war es das auch schon. Haltet durch!!!!

2 Kommentare zu „Im Südpazifik nichts Neues

  1. Für mich ist es total interessant zu lesen, wie es auf Fidschi aktuell aussieht. Eigentlich wollte ich dieses Jahr so gern nach Fidschi für ein Freiwilligenprojekt reisen, aber wie es aussieht, kann ich die Hoffnung jetzt endgültig streichen!

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