Vanuatu 3

Port Vila, Samstag 24. November 2018, 19:30 VUT

Für mich heißt es langsam Abschied aus Vanuatu nehmen. Meine Arbeit ist hier beendet. Nicht das es nichts mehr hier zu tun gäbe. Ganz im Gegenteil. Der Chef würde mich gerne für ein ganzes Jahr behalten. Aber die Zeit ist abgelaufen. Man hat mir zu Ehren ein kleines Abschiedsbuffet angerichtet. Mein Chef hat eine Ansprache gehalten und dann musste auch ich noch ein paar Worte sagen. Da kommt Wehmut auf. Es hat mir hier wirklich gut gefallen. Und zu tun gibt es hier viel. Man muss sehr kreativ sein. Schauen woher man Daten bekommt und sich viel überlegen wie man es am besten anstellt wenn es keine gibt.

Nun steht das Wochenende vor der Tür. Eigentlich müsste man am Samstag abreisen aber irgendwie gab es kein Ticket, oder so. Daher ist meine Abreise erst am Sonntag und ich darf hier noch den Samstag genießen. Natürlich steht tauchen neben segeln auf dem Programm. Aber davon berichte ich euch erst im nächsten Beitrag.

Heute möchte ich euch ein wenig von der Sprache hier berichten. Es wird Bislama gesprochen. Daneben noch als Amtssprachen Englisch und Französisch. Bislama ist lustig. Wenn man Leute am Telefon sprechen hört, hört es sich auch wie ein sehr schlampig gesprochenes lateinamerikanisches Spanisch an. Generell gefällt mir, dass wie auf den Fidschis die Vokale wie bei uns in Österreich ausgesprochen werden und die Schrift versucht, alles so zu schreiben wie man es spricht. Das sieht man auch auf vielen Schildern und Beschriftungen in der Stadt und ich hab euch auch eine nette Auswahl von Fotos zusammengestellt, die das dokumentiert. Auch die Bildsprache ist sehr sympathisch. Vor allem auf dem Plakat das für Sicherheit im Straßenverkehr (rod sefti für road safty) wirbt, wo mir besonders die Augen der dargestellten gefallen. 20181124_073517Finanziell unterstützt wird diese Aktion, wie unten zu lesen ist, von Australien und der Asiatischen Entwicklungsbank. Auch das Piktogramm, 20181122_164151dass eine Bushaltestelle anzeigt ist süß. Nicht wie bei uns in Wien nur ein lakonisches „H“ sondern ein vollbesetzter Bus samt Fahrer.

Das Wetter ist hier immer noch hervorragend. Nur die ersten beiden Tage bei meiner Ankunft waren regnerisch (eher sintflutartig). Mittlerweile hat sich aber die Temperatur von angenehmen maximal 27 Grad auf heiße 31 Grad gesteigert (wie sieht’s bei euch aus?) . Gott-sei-Dank hab ich eine Klimaanlage in Büro und Hotel. Der freie Samstag hat meiner Haut zugesetzt. Obwohl ich zweimal am Tage eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 aufgetragen habe, habe ich einen leichten Sonnenbrand abbekommen. Da es aber morgen bei meiner Rückkehr auf die Fidschis wieder Regenwetter geben soll, kann sich meine Haut ja regenerieren.

20181121_182432Generell gibt es hier wenig öffentlichen Verkehr. Am praktischsten ist es einen der Taxibusse aufzuhalten und durch das Fenster zu fragen, ob er das gewünschte Ziel ansteuert. (Ich glaub es gibt eh nur zwei unterschiedliche Regionen, sodass das fast immer klappt.) Sitzt schon jemand drinnen, so wird natürlich diese Person zuerst bei ihrem gewünschten Ziel abgesetzt und der Bus kann jederzeit von anderen Leuten am Straßenrand angehalten werden. Es kommt sehr oft vor, dass der Fahrer (es sind immer nur Männer) informiert, dass er bei der Tankstelle (ich glaub es gibt in der Hauptstadt eh nur drei und eine liegt am Weg von der Stadt zu meinem Hotel) einen Zwischenstop einlegen möchte. Dort bittet er dann meist vorweg um den Fahrpreis, da er knapp bei Kasse ist. Das ist mir schon ein paar mal passiert. Vollgetankt wird hier nie. Immer nur ein paar Liter so zwischen 4 und 7 Euro. Der Preis ist mit 1,30 Euro pro Liter nur wenig unter dem unsrigen. Dann wird man abgesetzt. Ein großer Fehler – der mir zu Anfangs als Neuling oft unterlaufen ist – ist es zu fragen wieviel es kostet. Dieses Unwissen wird fast immer schamlos ausgenützt und es wir das doppelte oder dreifache verlangt. Nachdem man aber das

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Mein Favorit: Number one Kaffee

erste mal einen ehrlichen erwischt hat, weiß man den korrekten Fahrpreis: 150 Levu, was rund 1,20 Euro sind. Oder als Tip für meine nächsten Reisen: Den Fahrpreis schätzen und eine höhere Banknote geben. Nichts fragen, nichts sagen. Dann sieht man am Rückgabebetrag was es kostet. Außer man erwischt einen ganz dreisten, der es selbst dann probiert. Aber natürlich nicht zu viele Münzen geben, denn falls man damit überzahlt fällt das natürlich auf.

Für ein Ticket für ein fast öffentliches Verkehrsmittel (der Preis dürfte staatlich geregelt sein, da es ein Einheitstarif ist) und dem hiesigen Einkommensniveau gar nicht so wenig. Viele gehen lieber zu Fuß, aber man sieht eigentlich doch viele Einheimische darin.

Tja, das war’s schon wieder mit dem heutigen Bericht. Dafür gibt’s morgen schon wieder einen neuen mit schönen Unterwasserbildern von meinem Tauchgang.

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So long, ….

 

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