Talofa Samoa

Apia, 22. Januar 2019, 21:32 Uhr SSTZ

Ich bin nun in Samoa. Was auf den Fidschis „Bula“ (Hallo) ist, ist hier „Talofa“. Das ist samoanisch. Weiter unten gibt´s für euch noch ein paar Sprachleckerbissen.

Dieses Land liegt östlich von den Fidschis und somit an der Datumsgrenze. Eigentlich schon darüber aber im Jahr 2011 hat sich Samoa dazu entschieden lieber das gleiche Datum wie Australien und Neuseeland zu haben und nicht das der USA. Somit musste die Datumsgrenze neu gezeichnet werden. Den 30. Dezember 2011 hat es in Samoa nie gegeben. Man hat ihn einfach übersprungen und nach dem 29. Dezember kam gleich der 31. Dezember. Somit hatte das Jahr 2011 nur 364 Tage. Und zu Österreich herrschen jetzt 13 Stunden Zeitdifferenz und nicht nur 11 wie auf den Fidschis.

Noch eine Besonderheit in Samoa. Die Regierung hatte sich 2009 dazu entschieden, von Rechtsverkehr auf Linksverkehr umzusteigen. Welch eine Idee. Angeblich sind diese Autos dort billiger zu haben. Allerdings mussten die Kreisverkehre umgepinselt werden, die Verkehrsschilder auf die andre Seite gebracht werden, und, und, und ….

Ich hatte jedenfalls einen angenehmen Flug. Die Landebahn des Flughafens verläuft dem Strand entlang. Die Fahrt 20190120_140234mit dem Taxi der Küste entlang ließ mich überlegen, ob nicht Samoa doch schöner als Vanuatu sein. Herrliches Wasser, schöne Palmen, alles eher flach, die Menschen anders gekleidet (viele ganz in weiß, die Damen mit weißen Hüten), die Häuser vielfach ohne Wände sondern das Dach wird nur von Säulen getragen und es gibt Vorhänge zum runterlassen. Zuerst dachte ich, dass sie hier aber viele Tempeln haben. Österreichisches Reihenhäusler und Kleingärtner würden es lieben. Alles sieht gepflegt aus. Der Rasen wie gemäht und die Gärten mit Blumen gestaltet. Selten dass sich im südpazifischen Raum die Menschen für so etwas Zeit 20190120_164602nehmen. Auch das Wetter war prächtig. Und die Temperatur im klimatisierten Auto angenehm. Draußen allerdings weniger. Hier ist es – da dieses Land noch näher dem Äquator liegt – um 2 ist 3 Grad heißer als auf den Fidschis.

20190120_165956Vor Neugierde getrieben ging ich gleich nach der Ankunft im Hotel auf Entdeckungsreise durch die Stadt Apia. Und schon war wieder Port Vila auf Vanuatu mein Favorit. Apia ist eher weitläufig gebaut, kaum jemand auf der Straße (wunderts einem bei dieser Hitze?) und wenn dann Autos. Billige moderne Bausubstanz. Man merkt zwar, dass die Bevölkerung hier wohlhabender ist als auf den Fidschis oder auf Vanuatu, aber dass ist genau jenes Niveau wo man sich Modernes aber nur zu billigen Preisen leisten kann. Also kein Augenschmaus. Auch die Uferpromenade ist wenig reizvoll. Naja, ich bin ja hier um zu arbeiten.20190120_183823

Den nächsten Tag ging es gleich los. Mein Arbeitsplatz war kein kleiner verschlafener Bungalow wie in Vanuatu sondern ein Betonklotz direkt am Meer. Auf dem Foto ist dieser Bunker hinter dem hübschen Uhrturm zu sehen. Jede(r) vom Personal bekommt einen Toilettenpapierrolle auf seinen Schreibtisch. Auch ich. Ich sehe es als Einstandsgeschenk. Sieht lustig aus wenn die Leute mit der Rolle durchs Haus zur Toilette wandern.

Zwei Mitarbeiterinnen zeigen mir ihre Berechnungsdateien und ihren Datenfundus. Wir projizieren die Dateien an die Wand und gehen alle Wirtschaftsbereiche Schritt für Schritt durch. So mag ich es. Mindesten zwei Leute die sich gut auskennen und Antwort geben können. Aufgrund der guten Personalausstattung dort können wir ähnlich produktiv arbeiten wie auf den Fidschis. Es zeigt sich bald das es einiges Verbesserungswürdiges gibt und auch ein paar Fehler sind schnell gefunden. Die Leute sind aufmerksam und dankbar. Meine Kreativität ist in einigen Fällen gefragt. Von der Arbeit her gefällt mir Samoa somit schon mal recht gut.

Nach der Arbeit besuche ich eines der wenigen (ich glaube es gibt eh nur zwei) Tauchbasen, da ich am Wochenende unbedingt tauchen möchte. Dort gibt man freimütig zu, dass Samoa taucherisch wenig Highlights zu bieten hat. Kein Wracktauchen, keine Großfische, …- Jedoch Steilwände mit Canyons und Korallen. Das passt mir eh für ein gemütliches, entspanntes Tauchen. Geht aber nur am Samstagvormittag und das auch nur bei gutem Wetter. Sonntags ist geschlossen. Ich buche.

Zurück ins Hotel. Noch schnell ins kleine hoteleigene Fitnesscenter und dann zum Abendessen. Am nächsten Tag in der Mittagspause gehe ich, da ich noch nicht viel anderes kenne, zu McDonalds. Ein Cheesburger, der bei uns 1 Euro kostet, kostet dort 7 Tala, was etwas über 2 Euro sind. Ganz schön happig. Im Gegensatz zu den Fidschis, wo rund 30% der Bevölkerung Inder sind, gibt es hier nur Einheimische. Allesamt übergewichtig. Kaum jemand schlank. Die gehen auch nicht herum sondern fahren mit dem Auto. Haben aber teilweise durchaus hübsche Gesichter.

Was noch? Ach ja, die Busse sind noch schöner als auf den Fidschis. Aber auch hier gibt es keine Motorräder oder Fahrräder. Dabei ist es hier in der Stadt Apia – im Gegensatz zu Suva – sehr flach und wäre gut dafür geeignet. Aber wahrscheinlich zu regnerisch. Und die Sprache ist sowieso der Hammer. Hört sich aber recht nett an.

So Schluss für heute. Morgen versuche ich nach der Arbeit einmal schnorcheln zu gehen. Hier gibt es einen entsprechenden Strand für den man Eintritt zahlen muss. Bin schon gespannt. Zieht euch zu Hause warm an, damit ihr euch nicht verkühlt.

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