Joss Stone Konzert auf Nauru

Ewa, Sonntag 5. Mai, 2019, 22:18 Uhr

Nun habe ich die erste Arbeitswoche hinter mich gebracht. Ich war beim Finanzministerium, bei Staatsfinazpruefer, bei der Phosphatschuerffirma, 20190504_122851[1]habe mit Nauru-Airlines gesprochen, und naechste Woche stehen weitere Visiten an. Leider verschlechterte sich genau vor dem Wochenende das Wetter. Also nichts mit Tauchen und Fischen. Gesteren abend fand dafuer ein Konzert der Grammy-Preistraegerin Joss Stone hier in der Stadthalle statt. Beim Wort Stadt duerft ihr aber weder an Stadt noch an Halle denken. Es ist ein ueberdachter betonierter Platz, nicht mehr. Das Konzert war gratis. Trotzdem kamen nur wenig Einheimische. Rund hundert Expats, so wie ich einer, und rund hundert Einheimische. Die interessiert das scheinbar nicht so. Was verwunderlich ist, denn hier auf der Insel passiert sonst wenig Aufregendes am Wochenende (und auch unter der Woche nicht). Es gibt nur drei Restaurant, 2 Bars und eigentlich nur eine Disko.  Da haette ich mir angesichts eines international renomierten Stars mehr erwartet. Noch dazu koennten sich alle Leute der Insel wenigstens treffen.

Ihr fragt euch sicherlich wie Joss Stone auf die Idee kam hier zu spielen. Aus irgendeinem Grund hat sie sich vorgenommen, in jedem Land der Welt ein Konzert zu geben. Und Nauru ist ihre Nummer 187. Sie hat es sehr genossen vor so wenigPublikum zu singen. Eine Gitarisstin hat sie instrumental und stimmlich begleitet. 20190504_170049[1]Die ganze Crew bestand lediglich aus 5 Leuten. Waehrend ich dieser Art von Musik ja weniger zugeneigt bin, muss ich ihr dennoch zugestehen, dass sie eine ganz tolle Stimme hat. Auch von Entertainment versteht sie was. Sie hat das Publikum eingebunden und I’m Publikum auch mit Kindern getanzt. Am Freitag, als ich mein Hotel wechselte, musste ich beim Aus-checken in der Hotellobby warten. Joss Stone kam herein, blickte kurz zu mir und setzte sich in meine Naehe. Warscheinlich war ich enttaeuscht, dass ich sie nicht erkannt und ein wenig ignoriert habe. Erst als die Rezeptionistinnen um ein gemeinsames Foto gebeten haben, habe ich mir gedachte, dass sie das sein koennt und ihr Bild gegoogelt. Nur der Name sagte mir bislang etwas.

Nach dem Konzert war ich mit einem Expatriate auf ein Bier und bin dann ich wieder zu meinem ehemaligen Hotel zurueckgekehrt, da es dort die einzige Bar/Disko der Insel gibt. Joss Stone war bereits dort. Damit ich was zum Herzeigen 20190504_203625[1]habe, habe ich mich mir ihr fotografieren lassen. Sie hat fleissig getanzt, blieb aber recht unbehelligt, was sie sehr genoss. Als Sperrstunde war habe ich mich noch mit ihrer Crew und ihrer Gitarristin unterhalten, sie selbst duerfte schon zu Bett gegangen sein (Schoenheitsschlaf oder so).

Danach haben mich ein paar Typen, die ich dort kennen gelernt habe (ein Ire, zwei Perser und ein Sudanese) gefragt ob ich noch bei einem von Ihnen weiter trinken moechte. Trinken eigentlich nicht aber neugierig bin ich ja. Ich bin mit zwei von ihnen zu dem Haus gefahren. Der Ire fuhr mit einem weiteren zuvor noch 20190505_164401[1]in sein Hotel um Whisky mitzubringen. Das Haus war ganz ok und sauber. Der Sudanese hat naemlich einen maechtigen Putzfimmel und Ordnungssinn. Schuhe vor der Tuer ausziehen und in ein Schachtel geben, Haende desinfizieren, usw. Ich wollte eigentlich nur ein Abschiedsgetraenk trinken aber es war dann doch so gemuetlich, dass es laenger wurde. Ein Perser und der 20190505_021326[1]Sudanese haben aufwaendig zu kochen begonnen. Fisch gebraten, Huehnerleber geroestet und Reis gekocht. Hat alles super geschmeckt, allerdings hatt ich auch bereits maechtig Hunger. Um 4 Uhr frueh hab ich mich dann doch losgerissen und die beiden Perser noch nach Hause chauffiert.

Der Direktor des Statistikamts wollte mich am naechsten Tag zum Tauchen und Fischen mit seinem Boot mitnehmen, aber nachdem das Wetter nicht entsprechend war, sind wir bloss durchs Landesinnere mit meinem Gelaendewagen gefahren. Dort haben wir uns den Phosphatabbau und ein Fluechtlingslager (dieses aber nur von Aussen) angesehen. Das war’s, mehr oder weniger, ueber mein Wochende.

 

 

 

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