SS President Coolidge

Port Vila, Montag 5. November 2019, 22:30 Uhr

Den jenigen von euch, die meine Beitraege recht aufmerksam lesen, wird nicht entgangen sein, dass ich meinen letzten Bericht ueber die Highlands von Fiji, in Port Vila – der Hauptstadt Vanuatus – verfasst habe. Das war somit gleich ein Hinweis darauf, wohin es gleich nach meiner Wanderung ging. Naja, zwei Tage durfte ich schon in Suva in meiner Wohnung bleiben.

Port Vila war vor rund einem Jahr meine erste Dienstreise als ich in den Suedpazifik zog. Diesmal ist es etwas kuehler aber es ist 20191104_225312wieder wunderschoen. Die Insel Efate, auf der sich die Hauptstadt Port Vila befindet, strotzt vor ueppigem Gruen, die Menschen sind freundlich und das Land ist beruehmt fuer sein Rindfleisch. Ich soll hier eine Machbarkeitsstudie erstellen. Hierzu habe ich mich schon mit dem Gerneraldirektor des Finanzministeriums und dem Gouverneur der Notenbank getroffen.

Vanuatu hat generell viel zu bieten: Es besitzt auf der Insel Tanna einen20191101_154612 aktiven Vulkan, auf der Insel Pentecost stuerzen Maenner die sich eine Liniane um das Sprunggelenk gewickelt haben von einem hohen Geruest in die Tiefe und auf der Insel Espiritu Santo gibt es das groesste Schiffswrack der Region zu betauchen. Wie ihr euch schon denken koennt, hab ich letztere Attraktion fuer 20191103_181128mein freies Wochenende ausgewaehlt. Also ging es Freitagabend mit dem Flugzeug nach Luganville, in die Hauptstadt von Espiritu Santo.

Am Samstag ging es dann hinab zum Wrack. Dieses Schiff hat enorme Ausmasse und wurde in den 1920er Jahren als Luxuskreuzfahrtschiff gebaut. (Fotos davon koennt ihr leicht googeln). Waehrend des zweiten Weltkriegs coolidgediente es dann als Truppentransporter. Espiritu Santo war damals der groesste Militaerstutzpunkt im Suedpazifik. Es gab hier vier Flugzeuglandebahnen und ueber 1000 US-Sodaten waren dort stationiert. Das Schiff sollte Soldaten und Kriegsmaterial bringen. Um japanische Kriegsschiffe fernzuhalten, hatte die US-Marine weite Teile mir Seeminen abgeriegelt. Das wurde dem eigenen Schiff zum Verhaengnis. Der Kapitaen steuerte das angeschlagene Schiff noch Richtung Land und alle bis auf zwei Menschen konnten sich retten.

Anbei ein paar Fotos und ein Video vom Tauchgang. Man konnte Kanonen, Munition, Gewehre, Gasmasken aber auch Badezimmer mit Toilettenschuesseln, Duschkoepfen und

Badewannen sehen. Den naechsten Tag besuchte ich per Boot eine nahe gelegene Insel. Sonst war es auf Espiritu Santo nicht sehr

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aufgregend. Sowohl Freitag- wie auch Samstagnacht ist diese Dorf Luganville komplett ausgestorben. Es gibt keine Bars und nur ein paar Restaurants die frueh schliessen. Nun bin ich wieder zurueck und arbeite brav an meiner Studie weiter.

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