Heiße Weihnachten

Suva, Mittwoch 30. Dezember 2020, 23:30 Uhr

Da ich gelesen habe, dass man in Österreich über Weihnachten nicht in die Berge fahren darf (außer zum Schifahren) und es diesmal auch keine weiße Weihnachten gibt, trage ich mein Schicksal zum ersten Mal in meinem Leben die Feiertage nicht in Österreich bei meinen Lieben verbringen zu dürfen, mit Fassung.

Wie lassen sich die Feiertage aber hier am besten verbringen? Zum einen haben wir eine nette Firmenweihnachtsfeiertage gehabt mit viel Essen, Bier und einem Engerl-Bengerl Spiel. Die Kollegen, den Weihnachtsbaum und die Festtafel seht ihr auf den Fotos und unsere noch im Ausland weilenden Kollegen (Australien und Spanien) haben sich per Internet zugeschaltet. Unter dem Baum seht ihr mein Weihnachtsgeschenk liegen. Diesmal ist es etwas karger als üblich ausgefallen, denn ich habe bloß Bieruntersetzer mit Fidschimotiven darauf bekommen. Was dem Christkind da wohl wieder eingefallen ist?

Zum anderen habe ich den Heiligen Abend und den darauf folgenden in einem Hotel verbracht, da ich wirklich nicht alleine in meiner Wohnung sitzen wollte. Schließlich liest man, dass solche Leute gerade am Heiligen Abend besonders Suizid gefährdet sind. Darauf wollte ich es nicht ankommen lassen und habe lieber mit Freunden in einem Hotel in Pacific Harbour am Meer gefeiert. Am 24. Dezember um 16 Uhr war es noch recht hell und heiß und die Kindern vergnügten sich am Wasser (siehe Video) statt im Kino zu sitzen damit die Mutter den Baum aufputzen kann.

Der Heilige Abend verlief eher enttäuschend. Zwar gab es einen Weihnachtschor aber das Buffet war sehr mager bestückt und bereits um 21 Uhr geschlossen. Normalerweise kann ich an diesem Tag nicht einschlafen, weil mich mein Bauch vom vielen Essen schmerzt. Diesmal war es wieder der Bauch der mich nicht schlafen lies. Schuld war diesmal aber nicht seine Völle sondern die Leere. Habe mir dann noch einen Weihnachtsfilm in meinem Zimmer mit ein paar Bierchen angesehen und schon war ich in Weihnachtsstimmung.

Am 25. Dezember ließ sich das Hotel aber nicht lumpen. Es gab ein großes Buffet mit Meeresfrüchten, Fisch, Hummer, Truthahn, Schweinebauch, Lammfleisch, …. dazu all-you-can-drink. Im Anschluss daran gab es Livemusik mit Tanz (siehe Video).

Den Rest des Tages habe ich am Pool verbracht. In weiser Voraussicht habe ich mich mit Sonnenschutz eingecremt. Den nächsten Vormittag war ich aber nicht mehr so weise. Da ich ja eh bald abreiste hielt ich dies für nicht mehr notwendig, was sich als massiver Fehler herausstellte. Ich bekam einen ordentlichen Sonnenbrand und war rot wie ein Krebs.

Heute ist aber wieder alles gut und ich bereite mich auf den Jahreswechsel vor. Eigenartiger Weise gibt es zu Silvester keine Ausnahme von der nächtlichen Ausgangssperre und alle müssen vor 23 Uhr zuhause sein. Na das wird was werden. Also Silvester Mundl und Dinner for One. Wir hier auf den Fidschis feiern als erste Silvester. Österreich rutsch erst 12 Stunden später ins neue Jahr hinüber. Da ist es bei mir schon Mittag am 1. Januar. Und die USA feiern überhaupt erst 18 Stunden später. Und die benachbarten Cook-Inseln feiern mit einer Verspätung von satten 24 Stunden. Ähnlich ist es in Samoa. Während Samoa mit den Fidschis feiert, feiert das nur 100 Kilometer entfernte Westsamoa 24 Stunden später. Also wer in zwei unterschiedlichen Nächten feiern aber nicht das Flugzeug nehmen möchte …

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