Ein paar Neuigkeiten

Suva, Montag 14. Juni 2021, 13:00 Uhr

Nun hat sich hier bei mir endlich wieder ein bisschen was getan. Ich war bei der Covid-Impfung und mein Auto beim Service und Pickerl.

Meine Angst vor einer Virusinfektion rührt eher von einer Angst andere Personen anzustecken als selbst infiziert zu werden. Nach meinen bisherigen Erfahrung mit Grippe und anderen Krankheiten bin ich mir ziemlich sicher, dass diese Krankheit bei mir sehr milde verlaufen würde. Allerdings möchte ich keinesfalls Schuld am Tod von irgendwelchen Leuten sein. Als ich erfahren habe, dass ich durch eine Impfung zwar nicht selbst erkranken aber immer noch andere infizieren kann, sank meine Impfeuphorie natürlich . Aber wie hat meine Mama immer gesagt: Hilft’s nix, so schadt’s nix. Außerdem fürchte ich, dass man hier auf den Fidschis erst wieder zur Normalität zurückkehrt, wenn ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung geimpft ist. Und dazu möchte ich so schnell wie möglich beitragen.

Also habe ich mich beim hiesigen Gesundheitsministerium erkundigt. Die meiner Wohnadresse nächstgelegene Impfstation befindet sich in der Volksschule von Samabula (sprich: Samambula). Also nichts wie hin. Die Anstellzeit vor dem Gebäude war kurz und kurzweilig, da man durch das Eintreffen der unterschiedlichsten Menschen hier unterhalten wird. Ich muss gestehen, dass mir die vorbeiströmenden Leute in Österreich ziemlich egal sind, während ich mir hier jede einzelne Person genau ansehe. Mir ist nicht ganz klar warum aber vielleicht liegt es daran, weil diese hier wirklich anders aussehen.

Die Impfstation ist im überdachten Veranstaltungsbereich zwischen zwei Schulgebäuden untergebracht. Keine Voranmeldung im Internet ist erforderlich aber man muss eine Karte mit einer Einverständniserklärung unterschreiben. Besonders amüsant fand ich die dritte Frage, ob man glaube die Vor- und Nachteile der Impfung verstanden zu haben.

Ich war eigentlich recht rasch an der Reihe. Die von Militär und Krankenpflegepersonal betreute Abwicklung ging recht zügig von statten. Ein Foto erlaubte die Krankenschwester nur, wenn sie nicht darauf abgebildet wird. So soll es sein.

Vielleicht habe ich euch letztes Jahr von der jährlich vorgeschriebenen staatlichen Fahrzeugüberprüfung berichtet. Damals musste ich auf eine Rampe fahren. Der sich darunter befindliche Inspektor bat mich meine Lenkrad hin und her zu drehen. Das wars auch schon. Keine Abgasüberprüfung, keine Kontrolle von Bremslichtern oder Blinkern, keine der Bremsen oder Leitungen, nicht einmal Rostschäden wurden gesucht. Diesmal ging es noch flotter. Ich musste nicht einmal das Lenkrad hin und her drehen.

Die Haftpflichtversicherung die auf den Fidschis nur Personenschäden abdeckt (eine Sachschadenversicherung ist nicht verpflichtend) kosten rund 75 Euro und kann dort gleich für ein Jahr bezahlt werden. Dann bekommt man ein Plakette, die man selbst auf die Innenseite der Scheibe kleben muss. Eigentlich hasse ich Amtsgänge und vor allem das Warten. Hier ist es aber gar nicht so schlimm, da alles interessant erscheint. Die Leute, das Gebäude und die Abwicklung. Obwohl man versucht sich an Verfahrensvorschriften zu halten – wie man dies von einer gut funktionierenden Verwaltung erwarten kann – blitzt das Menschliches, individuelle immer wieder freundlich durch. Das ist sehr nett.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s