Ende des Fidschiabenteuers

Suva, Donnerstag 21. April 2022, 16:00 Uhr

Tja, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs über mein Fidschiabenteuer, wie ihr bereits in den letzten Blogbeiträgen lesen konntet, geht die Abenteuerserie hier zu Ende. Dies ist der 126. Blogeintrag und damit der letzte.

Mein Büro ist geräumt, meine Wohnung ist es ebenfalls nahezu, das Auto wird noch heute Abend verkauft und mein Abflug nach Bangkok ist Samstag morgens um 8:40 Uhr (da ist es bei euch noch Freitag 22:40 Uhr). Dann geht es über Melbourne im Süden Australiens, nach Thailand.

Und ja, ich bin traurig. Sehr sogar. Hier hat es mir sehr, sehr gut gefallen. Vor allem die Leute sind hier extrem freundlich und herzlich, die kleine Stadt mit ihrem bunten Treiben und vor allem der Markt sind mir ans Herz gewachsen. Ich glaube, dass mir der Abschied so schwer fällt hat weniger damit zu tun, dass ich mich hier schon eingewöhnt habe (dreieinhalb Jahre sind eine lange Zeit) und deshalb ungerne weggehe, denn in Wien war ich noch mehr eingewöhnt und bin gerne weggegangen. Andererseits sollte das Heimweh nach so langer Zeit mehr und mehr werden … aber: nichts! Obwohl ich Sehnsucht nach euch habe, fehlt mir meine Heimat eigentlich gar nicht. Aber wie beschrieben enden meine Abenteuer noch nicht notwendigerweise. Nur eben ist es nicht mehr (mein) Fidschi.

In den nächsten 2 Monaten werde ich jetzt mal aus Bangkok als freischaffender Consultant arbeiten. Ich wurde schon über meine nächsten 2 bis 3 Wochen-Jobs informiert: neben Fidschi werden dies Tonga, Samoa und die Solomon Inseln sein. Da es noch immer in vielen Ländern dieser Region Reisebeschränkungen gibt, werde ich persönlich wahrscheinlich nur Fidschi und Tonga bereisen, der Rest wird über Videokonferenz abgewickelt. Aber dies ist nur aus heutiger Sicht betrachtet, es sollte noch einiges dazu kommen. Lieber wäre mir allerdings ein langfristiger Vertrag auf einem anderen Kontinent.

War heute noch einmal kurz in meinem (ehemaligen) Büro um ein paar Sachen abzugeben und mein (ehemaliger) Chef hat gemeint, dass ich wahrscheinlich schon sehr bald für ein paar Wochen zurückkehren werde, da das Ministerium angeblich bald mit der Wirtschaftsprognose beginnen möchte. Hätte ja hier auch noch ein wenig länger zuwarten können, aber irgendwann ist eben gebucht. Mir soll auch eine kurzfristige Rückkehr recht sein, aber dann habe ich weder mein Auto noch meine Wohnung und wohne in einem Hotel. Naja, besser als überhaupt kein Fidschi. Ich habe mich hier bereits sehr zugehörig gefühlt und viele Einwohner kannten mich persönlich oder zumindest vom Sehen her.

Wenn ich jetzt hier noch herumwandle um letzte Einkäufe zu machen, hätte ich noch viele Ideen für „ein letztes Mal“ (Läufe, Fitnessstudio, Besuche, Bars, Geschäfte, Restaurant, Markt), aber die Zeit wird dafür nicht reichen. Somit ist das letzte mal oftmals schon gewesen, nur war es mir damals nicht bewusst. Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich aber für ein paar Wochen wiederkehre, stimmt aber versöhnlich und tröstlich.

Langzeitparker im Hinterhof

Morgen werde ich die Nummerntafeln meines Autos zurückbringen, unbedingt noch zum Markt gehen, ein Vormittagsbier in der Stadt wäre ein Hit, vielleicht auch noch ein letzter Lauf entlang der Uferpromenade. Am späteren Nachmittag geht es dann per Inlandsflug auf die andere Seite der Insel und am Morgen weiter.

Ich werde versuchen alle Beiträge dieser Blogserie herunter zu laden und in ein Dokument zu fassen. Wenn mir das gelingt, könnte ich euch diesen Reisbericht zukommen lassen. Ich danke euch allen die ihr mir hier so ausdauernd gefolgt seid und hoffe dass es mir gelungen ist euch spannend, informativ und auch humorvoll zu unterhalten. Freue mich schon riesig auf ein Wiedersehen mit euch.

Alles Gute, wo immer ihr auch gerade sein mögt.

Ein Kommentar zu „Ende des Fidschiabenteuers

  1. Hallo,

    schade, dass das Fidschi-Abenteuer zu Ende ist. Ich habe immer wieder gerne darin gelesen. Erfahren habe ich davon aus der Tageszeitung. Warum komme ich auf Sie? Ich war von 2002 bis 2006 an der FH des bfi Wien und sie waren so circa 2 Semester mein Lektor.

    Ich wünsche noch viele Abenteuer und sende

    herzliche Grüsse

    Birgit Hundlinger

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s